• Was gibt es aus wissenschaftlicher Sicht Wichtiges über unsere Arbeit zu sagen?

    Unsere Methodik baut auf dem Modell des erfahrungsbasierten Lernens (experiential learning) von Kolb (1984) auf. In seiner Theorie entwickelt Kolb Ansätze und klassische Lerntheorien von Kurt Lewin, Jean Piaget und John Dewey weiter und vereinigt sie. Demnach ist Lernen ein Zyklus von konkreten Erfahrungen, Beobachtung und Reflexion, konzeptuelle Abstraktion sowie aktives Experimentieren.

    So macht eine Person eine für sie neue Erfahrung und erlebt diese als relevant für sich selbst. Daraufhin beobachtet er/sie diese Situation und beginnt zu reflektieren “Was passiert, wenn ich oder jemand anderes etwas Bestimmtes macht?”, “Welche Zusammenhänge gibt es?”, “Welche Mechanismen wirken im Hintergrund?”. So wird mit der Zeit ein Konzept erstellt, das im Zusammenhang steht mit dem eigenen Verständnis davon “wie die Welt funktioniert”. Hat jemand ein solches Konzept entworfen, beginnt er/sie damit etwas zu überprüfen, will heißen, selbst aktiv zu werden und zu versuchen Situationen zu beeinflussen. Diese Situation wird wiederum als konkrete Erfahrung aufgenommen und der Kreislauf beginnt von Neuem.

    Wenn wir ehrlich sind, funktionieren auf diese Weise eine Vielzahl von Trainings, Fortbildungsmaßnahmen und Weiterbildungen. Wir haben uns diesen Prozess jedoch bewusst gemacht und setzen gezielt an.

    Für das aktive Experimentieren bieten wir Ihnen eine große “Spielwiese” an, zumeist ist das wirklich eine Wiese. Denn in dieser freien Umgebung lässt es sich viel besser experimentieren. Neues ausprobieren fällt so deutlich einfacher.
    Zudem geben wir Ihnen mit unseren Outdoor-Aufgaben ausgewählte Situationen, die völlig neue und konkrete Erfahrungen für Sie ermöglichen. Die Aufgaben werden von uns so gewählt, dass Sie eine große Fülle der gewünschten Erfahrungen machen. Geht es z.B. um Kommunikation, werden Sie sich viel verständigen müssen, dabei auch erfahren wie es ist nicht reden zu dürfen und welche Kommunikationsart hilfreich ist.

    Direkt im Anschluss an die Aufgabe gehen wir gemeinsam in die Beobachtung und Reflexion. Wir schauen uns an, was gerade passiert ist und leiten Sie in der Reflexion. Unsere gut ausgebildeten Trainer analysieren mit Ihnen zusammen, welche Ideen hilfreich waren, wo Knackpunkte sind und welche Konzepte Sie in welcher Situation weiterbringen.
    Dadurch bringen wir Sie schneller zu eine zielführenden konzeptuellen Abstraktion und Sie bekommen in kürzester Zeit ein sehr viel weiteres Verständnis davon, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt und auf welche Ressourcen Sie zurückgreifen können.
    Und weil Sie mit diesem Verständnis gleich in der nächsten Übung wieder aktiv experimentieren können, schaffen wir einen schnellen und nachhaltigen Transfer für Ihr ganzes Team.

     
     
    Für Kenner und Interessierte sei noch gesagt:
    Der hier vorgestellte Teil ist das Lewinian model of action research and laboratory training. Kurt Lewin hat es aus seiner Feldtheorie abgeleitet und es bildet den zentralen Kern der Kolbschen Theorie. Für weitere Informationen über experiantial learning empfehlen wir Kolbs Buch (s.u.) oder kontaktieren und fragen Sie uns gerne dazu.

    Kolb, D.A. (1984). Experiential Learning: Experience as the source of learining and development (Vol. 1): Prentice-Hall Englewood Cliffs, NJ.